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TecPart-Jahrestagung 2026: Bleibt die Kunststoffverarbeitung in Deutschland wettbewerbsfähig?

Aschaffenburg, 
30. Juli 2026

Die Kunststoffverarbeitung steht weiterhin unter Druck: Exogene globale Störungen, schwache Konjunktur, hohe Standortkosten, umfassende neue regulatorische Anforderungen und steigender Transformationsbedarf treffen auf Unternehmen, die zugleich investieren, neue Lösungen entwickeln und ihre Prozesse effizienter aufstellen müssen. Wie sich unter diesen Bedingungen Wettbewerbsfähigkeit bei Kunststoffverarbeitern und Kunststoffrecyclern in Deutschland sichern lässt, steht im Mittelpunkt der TecPart-Jahrestagung „Trends der Kunststoffverarbeitung“ am 9. und 10. September 2026 in Erfurt, die mit einem wirtschaftspolitischen Highlight endet.

Unter dem Motto „Richtung geben, Zukunft gestalten“ diskutieren rund 150 Entscheiderinnen und Entscheider aus Kunststoffverarbeitung, Kunststoffrecycling und zentralen Kundenbranchen über konkrete Lösungsansätze – von Regulatorik und Kreislaufwirtschaft über Risikominimierung, wirtschaftliche und digitale Prävention bis zu Potenzialen der Ablaufoptimierung in Verwaltung und Produktion. „Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, aber sie ist kein Grund für Stillstand. Kunststoffverarbeiter und Kunststoffrecycler können weiter Potenziale heben – in Materialkreisläufen, Risikomanagement, Digitalisierung und Produktion. Damit daraus Investitionen und Wertschöpfung entstehen, braucht der Mittelstand verlässliche Standortbedingungen. Diesen Bogen schlagen wir in Erfurt: praxisnah und industriepolitisch relevant“, erklärt Michael Weigelt, Geschäftsführer des TecPart.

Neue Vortragsstruktur: Techniksessions und Auditoriumstag

TecPart startet die Tagung am 9. September 2026 mit parallelen Techniksessions für die relevanten Verarbeitergruppen der „Spritzgießer“, „Thermoformer“, „Compoundierer und Recycler“. „Dieser Technikblock war expliziter Wunsch der Teilnehmenden der vergangenen Tagungen“, erklärt Michael Weigelt die Programmerweiterung. „Der für Führungskräfte wichtige regulatorische, konjunkturelle und politische Ausblick bleibt weiterhin erhalten und ist für den Folgetag am 10.09.2026 vorgesehen.“ Das Programm der Techniksessions gibt praxisnahe Einblicke in technische Entwicklungen, Materialfragen, Anwendungen und Prozesslösungen der jeweiligen Verarbeitungsverfahren.

Der 10. September bildet als Auditoriumstag den Rahmen für die zentralen Querschnittsthemen der Branche und führt von technologischen und wirtschaftlichen Impulsen bis zur industriepolitischen Einordnung am Nachmittag.

Den Auftakt machen technologische Impulse: Prof. Dr. Florian Puch von der Technischen Universität Ilmenau spricht über Innovationen in der Kunststofftechnik. Carina Barbara Antonin von Hirschmann Automotive stellt die Herausforderungen vor, die sich aus der Altautoverordnung für Automotive-Zulieferer bei der Realisierung geschlossener Materialkreisläufe ergeben.

Danach geht es um Transformationsfähigkeit aus verschiedenen Perspektiven: Dominik Bredel von PwC beleuchtet die Maßnahmen zur operativen Resilienz zwischen Regulierung, KI und Bedrohungen. Der Sanierungsspezialist und Banker Holger Perrey zeigt, wie Unternehmen in unsicheren Zeiten frühzeitig gegensteuern können und auf welche Zahlen es ankommt. Am Nachmittag rücken digitale Produktion und Effizienz in den Fokus – mit Beiträgen von Dr. Stephan Dörfler, Auguris GmbH, und Dr. Axel Tome, Concept AG.

Den industriepolitischen Abschluss bildet der Blick auf Standort und Strukturwandel: Prof. Dr. Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter des ifo Instituts Dresden, analysiert die wirtschaftliche Entwicklung und die Chancen des erforderlichen Strukturwandels in Deutschland. Den politischen Abschlussimpuls setzt Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John und legt damit den Grundstein für die Podiumsdiskussion mit Diskutanten aus Politik, Wissenschaft und Industrie. Thema: Die Nutzung der richtigen „Stellschrauben“ für einen erfolgreichen Strukturwandel und eine wettbewerbsstarke Kunststoffverarbeitung in Deutschland.

Fachausstellung und direkter Austausch

Begleitend zur Jahrestagung findet eine zweitägige Fachausstellung statt. Unternehmen der Zuliefer- und Abnehmerindustrie technischer Kunststoffanwendungen präsentieren dort Produkte, Materialien, Dienstleistungen sowie aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Ausstellung ist in die Pausen- und Netzwerkflächen eingebunden und bietet direkten Zugang zu Entscheiderinnen und Entscheidern aus der Kunststoffverarbeitung, dem Kunststoffrecycling und angrenzenden Wertschöpfungsketten.

Mit zuletzt rund 150 Teilnehmenden zählt „Trends der Kunststoffverarbeitung“ zu den größten überregionalen Tagungen für technische Kunststoffprodukte in Deutschland und ist ein fester Termin im Kalender der Kunststoffbranche.

Informationen, Anmeldung und Programm

Alle Informationen zur Jahrestagung finden Sie unter TERMINE!

Direkt zum Programm geht es HIER!

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Über TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V.

TecPart vertritt die Interessen von Herstellern technischer Kunststoffteile in Politik, Öffentlichkeit und Fachgremien auf nationaler wie europäischer Ebene. Die Mitgliedsunternehmen sind hochspezialisiert – aus der Spritzgießtechnik, Additiven Fertigung, Compoundierung, dem Thermoformen und Kunststoffrecycling. Sie beliefern Schlüsselbranchen wie die Automobil-, Elektro-, Maschinenbau- und Medizintechnikindustrie. Die Kunststoffverarbeitung zählt mit rund 305.000 Beschäftigten und etwa 69 Mrd. € Jahresumsatz zu den stärksten Industriezweigen Deutschlands. Der von TecPart vertretene Bereich technischer Kunststoffteile steht dabei für rund 92.000 Beschäftigte und 19 Mrd. € Umsatz – ein zentraler Pfeiler dieser Schlüsselbranche. Mehr unter www.tecpart.de