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Pressemitteilung

TecPart baut Netzwerk und Interessenvertretung der Kunststoffverarbeitung weiter aus

Aschaffenburg, 
21. September 2026

Strategische Kooperationen mit KIB und COGD

TecPart baut seine Rolle als Interessenvertretung der Kunststoffverarbeitung und des Kunststoffrecyclings weiter aus. Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung am 9. September 2026 in Erfurt begrüßte der Verband neue Mitgliedsunternehmen und stellte die Erweiterung seiner Netzwerk- und Kooperationsbasis in den Mittelpunkt. Neben der politischen Interessenvertretung standen der fachliche Austausch, neue strategische Partnerschaften und die Frage im Fokus, wie Unternehmen unter wachsendem Regulierungs- und Wettbewerbsdruck handlungsfähig bleiben.

„Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen zeigen: Kunststoffverarbeiter und Recycler brauchen eine starke, fachlich fundierte Stimme gegenüber Politik, Regulierung und Marktpartnern“, erklärt Felix Loose, Vorsitzender des TecPart e. V. und Geschäftsführer der ROGA KG. „Ob EU-Verpackungsverordnung, Mikrokunststoffregulierung, EU-Altfahrzeugverordnung oder künftig mögliche Anforderungen für Elektro- und Elektronik-Altgeräte: Gut gemeinte Vorgaben dürfen nicht zu zusätzlichen Kosten und damit zu Standortnachteilen führen. Entscheidend ist, dass Anforderungen technisch erfüllbar, wirtschaftlich tragfähig und administrativ leistbar bleiben. Dafür muss die Branche enger zusammenrücken und ihre Interessen klarer vertreten.“ Zugleich machte Loose deutlich, dass Rezyklatverfügbarkeit von Beginn an realistisch mitgedacht werden muss. Der gesamte industrielle Kunststoffabfallstrom sollte als Quelle für Rezyklate nutzbar und anerkannt bleiben, bevor durch enge Vorgaben künstliche Engpässe entstehen, die am Ende nur durch fragwürdige Importe geschlossen werden können. Auch bei einer möglichen Novellierung der Regulierung für Elektro- und Elektronik-Altgeräte müsse die Verfügbarkeit geeigneter Rezyklate frühzeitig berücksichtigt werden – insbesondere, falls neue Quotenvorgaben diskutiert werden. Genau hier sei ein engerer Schulterschluss der Branche erforderlich.

TecPart und KIB vereinbaren strategische Kooperation

Ein zentraler Schritt ist die neue Kooperation mit dem Verband KIB – die Kunststoffexperten (KIB). Mit der Korporativmitgliedschaft im TecPart vertiefen die beiden Verbände ihre Zusammenarbeit, um gemeinsame Aktivitäten, fachlichen Austausch und die Sichtbarkeit ihrer jeweiligen Mitglieder in der Kunststoffindustrie zu stärken. KIB bringt dabei die Perspektive spezialisierter Beraterinnen und Berater aus der Kunststoffpraxis ein; TecPart die Perspektive der Kunststoffverarbeiter und Recycler. Ziel ist es, Unternehmen bei technischen, organisatorischen und strategischen Fragestellungen noch besser zu vernetzen und praxisnahe Unterstützung entlang aktueller Herausforderungen zu ermöglichen.

„Mit der Kooperation bündeln wir Verbandsperspektive und Beratungskompetenz aus der Kunststoffindustrie“, erklärt Felix Loose. „So stärken wir den Austausch zwischen Unternehmen und spezialisierten Beraterinnen und Beratern – und schaffen zusätzlichen Mehrwert für unsere Mitglieder.“

„In Zukunft wollen wir verstärkt unser großes Kompetenznetzwerk gemeinsam nutzen, um den Anforderungen des Marktes und unserer Kunden noch besser gerecht zu werden“, ergänzt Thomas Leng, Vorstand des KIB

TecPart und COGD intensivieren Austausch zu Obsoleszenzmanagement

Mit der Component Obsolescence Group Deutschland e. V. (COGD) erweitert TecPart sein Netzwerk im Rahmen einer neuen Kooperationsvereinbarung um wichtige Expertise im strategischen, pro- und reaktiven Obsoleszenzmanagement. Das Thema gewinnt auch für die Kunststoffindustrie an Bedeutung: gestörte Logistikketten, regulatorische Änderungen, eingeschränkte Fertigungskapazitäten, fehlende Second Sources, Know-how-Verlust und Cyberrisiken können Beschaffung, Produktion und Lieferfähigkeit erheblich beeinflussen.

„Obsoleszenzrisiken betreffen längst nicht mehr nur Elektronikkomponenten. Auch Kunststoffverarbeiter müssen Lieferketten, Materialverfügbarkeit, Produktlebenszyklen und regulatorische Veränderungen stärker im Blick behalten“, erklärt Joachim Tosberg, Vorstandsbeauftrager der COGD 

Mit der COGD gewinnen wir einen Partner, der langjährige Erfahrung, praxisorientierte Arbeitsgruppen, Empfehlungen, Normungsarbeit und ein starkes Netzwerk zwischen Herstellern, OEMs, Distributoren und Dienstleistern einbringt. Ziel ist es, unsere Mitglieder für diese Risiken zu sensibilisieren und ihnen den Zugang zu bewährten Methoden und Lösungsansätzen zu erleichtern“, ergänzt Michael Weigelt, Geschäftsführer des TecPart.

Ausgewählte Regulatorik Impulse für TecPart-Mitglieder

Nach dem offiziellen Programm gaben Kristy-Barbara Lange, Leitung Public Affairs und Kommunikation, und Frank Stammer, Leitung Regulatory, Standardisation und Kreislaufwirtschaft, Impulse zu aktuellen regulatorischen Themen. Kristy Lange ordnete den aktuellen Stand der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ein und zeigte auf, welche Fragen zu Erzeugerrolle, Konformität, Kennzeichnung und EPR für die Mitgliedsunternehmen derzeit besonders relevant sind. Dabei wurde auch deutlich, dass die Auslegung zentraler Vorgaben noch nicht abgeschlossen ist und sich die Anwendungspraxis weiter herausbildet. Unternehmen sollten die Umsetzung dennoch strukturiert vorbereiten und offene Punkte sauber dokumentieren. Frank Stammer zeigte anhand der Vielzahl aktueller regulatorischer Anforderungen, wie stark insbesondere mittelständische Unternehmen inzwischen durch Dokumentations-, Nachweis- und Umsetzungspflichten gefordert sind. Er machte deutlich, welche Rolle Interessenvertretung und Standardisierung dabei spielen können, Anforderungen praxistauglicher zu gestalten. Mit der EU-Altfahrzeugverordnung und möglichen künftigen Anforderungen für Elektro- und Elektronik-Altgeräte werden in nächster Zeit weitere Themen hinzukommen. Er betonte, dass der Verband dafür die entsprechende personelle Ausstattung braucht, die nur durch eine breite Mitgliedschaft erreicht werden kann. Perspektivisch stellte er Künstliche Intelligenz als möglichen „Regulatory Copilot“ zur Unterstützung bei der Einordnung und Bearbeitung regulatorischer Anforderungen vor. KI-gestützte Werkzeuge könnten dabei helfen, den Verbandsmitgliedern früher entsprechende Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben und eigene Positionen gezielter in öffentliche Konsultationen und Rückmeldeverfahren der EU-Kommission einzubringen.

„Mit unserer Vision, die Kunststoffverarbeitung mit einer Stimme zu vertreten, haben wir zuletzt viel Zustimmung erfahren. Mit KIB und COGD gehen wir nun in die konkrete Umsetzung. Unser Ziel ist es, mit sichtbarer Expertise und einer breiten Basis die Interessen der Kunststoffverarbeiter und Recycler gegenüber Politik und Normung noch wirkungsvoller zu vertreten. Der hohen regulatorischen Dynamik können wir nur dann wirksam begegnen, wenn wir uns innerhalb der Branche besser abstimmen und enger zusammenarbeiten. Genau daran wollen wir gemeinsam weiterarbeiten“, fasst Michael Weigelt die Mitgliederversammlung und die neuen Partnerschaften zusammen.

TecPart und neuer Partner KIB – die Kunststoffexperten – v.l.n.r Michael Weigelt (Geschäftsführer TecPart), Thomas Leng (Vorstand des KIB), Aline Henke (Vorstand TecPart, hankensbütteler kunststoffverarbeitung GmbH), Felix Loose (Vorstandsvorsitzender TecPart, ROGA KG)
TecPart und neuer Partner COGD – v.l.n.r. Michael Weigelt (Geschäftsführer des TecPart), Joachim Tonsberg (Vorstandsbeauftragter des COGD) und Felix Loose (Vorstandsvorsitzender TecPart, ROGA KG)

Bildmaterial zum Downoad hier.

Über TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. (TecPart)

TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. TecPart vertritt die Interessen von Herstellern technischer Kunststoffteile in Politik, Öffentlichkeit und Fachgremien auf nationaler wie europäischer Ebene. Die Mitgliedsunternehmen sind hochspezialisiert – aus der Spritzgießtechnik, Additiven Fertigung, Compoundierung, dem Thermoformen und Kunststoffrecycling. Sie beliefern Schlüsselbranchen wie die Automobil-, Elektro-, Maschinenbau- und Medizintechnikindustrie. Die Kunststoffverarbeitung zählt mit rund 305.000 Beschäftigten und etwa 69 Mrd. € Jahresumsatz zu den stärksten Industriezweigen Deutschlands. Der von TecPart vertretene Bereich technischer Kunststoffteile steht dabei für rund 100.000 Beschäftigte und 19 Mrd.  € Umsatz – ein zentraler Pfeiler dieser Schlüsselbranche.

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Pressekontakt:

Kristy-Barbara Lange
Leitung Kommunikation & Public Affairs
T +49 (0) 6021 920 374 - 5
E kristy-barbara.lange@tecpart.de